Wie kann ich Kontakte aufbauen?
Vor allem Einsteiger brauchen Kontakte. Auch wenn Sie noch keine Ansprechpartner kennen, können Sie einiges unternehmen, um sie zu finden.
Besuchen Sie z.B. Workshops, Infoveranstaltungen oder Konferenzen - alles, was zu Ihrem Interessengebiet gehört. (Beispiele: Medienforum NRW, Filmfestspiele, Multimedia-Tagungen). Für die meisten dieser Veranstaltungen gibt es zumindest teilweise Sonderkarten für Studenten oder Schüler, Sondereinlaß für Einzelveranstaltungen oder Vorträge).
Gehen Sie auf Profis zu und sprechen Sie sie an. Das bedeutet nicht, daß Sie nur von sich erzählen oder gleich nach einer Stelle fragen sollten. Vielmehr sollten Sie Gespräche führen (aber bitte nicht stundenlang!). Zeigen Sie Interesse für die Arbeit Ihres Ansprechpartners, stellen Sie Fragen. Geben Sie am Ende des Gesprächs Unterlagen ab (keine riesigen Mappen!) oder tauschen Sie Visitenkarten aus (kann man in jedem Hauptbahnhof drucken lassen). Notieren Sie nach dem Gespräch die wichtigsten Informationen (wann und wo getroffen? worüber gesprochen?), damit Sie möglicherweise später noch einmal Kontakt aufnehmen können. Haben Sie keine allzu großen Hemmungen: Die meisten Medienprofis wissen, wie wichtig Kontakte sind (sie leben davon!), und viele reden gern von ihrer Arbeit.
Doch auch wer bereits den Fuß in der Tür hat, kann sich nicht darauf verlassen, daß er der ganzen Welt auf ewig im Gedächtnis bleiben wird. Ohne Initiative werden Tips über interessante Jobs an ihm vorbeilaufen.
Klingt banal, ist aber wichtig: Adressen und Telefonnummern gut aufbewahren! Schreiben Sie ab und zu mal Karten (Geburtstage, Weihnachten).
Melden Sie sich, wenn Sie zwischendurch Zeit haben (und nicht nur dann, wenn Sie verzweifelt auf Jobsuche sind). Nehmen Sie Einladungen wahr (auch wenn Sie mal nicht so viel Lust haben oder befürchten, kaum jemanden zu kennen). Bleiben Sie in Erinnerung!
Suchen Sie Kontakt zu Berufsverbänden (für fast jeden Berufszweig von der Kamera bis zur Ausstattung gibt es solche Zusammenschlüsse) und zu Gewerkschaften.
Finden Sie gezielt und mit Hilfe der einschlägigen Handbücher etwas über mögliche Arbeitgeber heraus. Gibt es Projekte, die Sie vielleicht kennen / gesehen haben? Wie heißen die Geschäftsführer, Produktionsleiter oder andere Ansprechpartner?
Lesen Sie Fachzeitschriften und notieren Sie sich, wenn neue Produktionen angekündigt werden. Wenn Sie die Gelegenheit haben, sehen Sie sich Dreharbeiten an. Stören Sie aber nicht bei der Arbeit. Manchmal ergeben sich lange Drehpausen, in denen Sie Ihr Glück versuchen können.
Noch günstiger ist es, sich bei sogenannten "Casting-Büros" (findet man in den Branchenhandbüchern) für Komparsen-Jobs eintragen zu lassen. Dann ergibt sich vielleicht die Chance, bei Außen- oder Studiodrehs mitzuwirken, anstatt nur am Rand herumzustehen. Auch für einen solchen kleinen Job gilt: Zeigen Sie , daß Sie den Ernst der Arbeit begreifen und entwickeln Sie ein Gespür dafür, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, Fragen zu stellen.
UND JETZT ZUM SCHLUSS: VIEL ERFOLG!
P.S: SOLLTEN SIE AUS IHREM EIGENEN ERFAHRUNGSSCHATZ WICHTIGE TIPS FÜR IHRE ZUKÜNFTIGEN KOLLEGINNEN UND KOLLEGEN BEITRAGEN WOLLEN:
DAS aim-TEAM IST FÜR ANREGUNGEN DANKBAR! (E-MAIL: miainfo@aim-mia.de)