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Technisch-kreative Gestaltung: Licht
Beleuchter/in
Kurzinfo
Tätigkeit
Arbeitsumfeld
Anforderungen
Wege zum Beruf
Literatur
Fachverbände / Gewerkschaften
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Kurzinfo Der Beleuchter, auch Lichttechniker oder Lighting/Studio Electrician (engl.) genannt, ist für die Montage, Einrichtung und Bedienung von lichttechnischen Anlagen im Produktionsstudio und bei Außenübertragungen zuständig.
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Tätigkeit Egal ob im Studiobetrieb oder bei Außenübertragungen (Lichtwagen) - der Beleuchter ist bei Fernsehproduktionen für die elektro- und beleuchtungstechnischen Arbeiten zuständig: Er montiert und bedient die Beleuchtungsgeräte (Scheinwerfer). In Absprache mit Kameraleuten, Regisseur und Oberbeleuchter ist er für die Erstellung des Lichtplans verantwortlich. Im Vorfeld einer Produktion kümmert er sich um die erforderlichen elektrischen Anschlüsse am Drehort, betätigt während des Drehs die Lichtstellanlage, über die vorher festgelegte Lichtsituationen abgerufen werden, prüft und wartet die lichttechnische Ausrüstung und das Zubehör.
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Arbeitsumfeld Der Beleuchter arbeitet eng zusammen mit: Kameramann, Regisseur, Oberbeleuchter.
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Anforderungen Gute körperliche Konstitution (Scheinwerfer sind nicht unbedingt leicht) und einwandfreies Sehvermögen (volle Farbsichtigkeit), schnelle Auffassungsgabe und das "Auge" für Lichtverhältnisse und Lichtstimmungen werden ebenfalls vorausgesetzt.
"Man sollte wach sein und ein Interesse für Technik haben. Man sollte davon ausgehen, daß man zwischen 10 und 14 Stunden am Tag arbeitet und kaum Privatleben hat. Die Anforderungen sind vielschichtig: In jeder Crew gibt es einen häuslichen Menschen, der in den Lkws Ordnung hält, es gibt einen kommunikativen Menschen, der die Beziehungen zur Maske, zum Catering und so weiter pflegt. Wenn du 10 bis 14 Stunden am Tag arbeitest, ist es sehr wichtig, daß diese Beziehungen stimmen, weil man nicht im Streß arbeiten möchte. Es gibt Bedarf für einen Fixen, es gibt Bedarf für einen, der etwas ruhiger ist.
Man muß Spaß an der Arbeit haben, das ist wichtig. Wenn ich weiß, daß ich lieber einen geregelten 8-Stunden-Tag und 6 Wochen Urlaub im Jahr habe, dann würde ich sagen, laß die Finger weg. Wenn man sich aber vorstellen kann 4 bis 6 Filme im Jahr zu machen und da voll dabei zu sein und dafür anschließend 3 Monate frei hat, dann würde ich sagen, mach es. Für Leute aus meiner Generation, die Familien gründen und Kinder kriegen ist es sehr schwer, sich nebenher noch um die Familie zu kümmern. Es gibt viel Knatsch. Das ist nichts für jedermann.
Also: Technisches Interesse ist sehr wichtig und vor allen Dingen die Fähigkeit, miteinander arbeiten zu können. Der Beleuchterberuf ist nichts für Einzelgänger. Da würde ich eher sagen: Richtung Regie oder Kamera gehen." (Niels Meier - Oberbeleuchter)
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Wege zum Beruf
  • Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton
  • Quereinstieg nach einer elektrofachlichen Ausbildung
  • vor der Ausbildung kann ein Praktikum in einem Studiobetrieb (Show, Liveaufzeichnungen, Musical) oder Theater sinnvoll sein, um das Arbeitsfeld kennen zu lernen

"Wir empfehlen den Leuten, je nachdem, wie schnell sie lernen und wohin sie kommen möchten, zwischen 5 und 15 Filme zu machen. Als Assistent kriegt man eine Gage von der man schon leben kann. Und dann geht das so peu à peu in das Beleuchterdasein über. Einen Assistenten bei einem Kinofilm kann man problemlos schon als Beleuchter bei einer Reality-TV-Produktion wie z.B. "Notruf" einsetzen, dafür ist genügend Wissen da. Da ist der Übergang etwas fließend.
Die andere Möglichkeit ist, Kinofilm- bzw. Fernsehfilmproduktionsfirmen direkt anzusprechen. Da fehlt oft das Geld. Bei Auftragsproduktionen kann man davon ausgehen, daß die Crews unterbesetzt sind, das heißt, da hat man gute Chancen, als Praktikant bei der Technik mithelfen zu dürfen. Ein Tip: Wenn ich so was anstrebe und eine Filmproduktion anschreibe, ganz klarmachen, daß man nicht an einem Fahrerjob interessiert ist.
Praktikantenstellen gehen in zwei Richtungen. Beide Seiten sollten einen Nutzen davon haben. Die Filmproduktion oder wir als Lichtverleiher wollen Geld sparen. Im Gegenzug sollte der Praktikant etwas lernen." (Niels Meier, Oberbeleuchter)

Zur Recherche in der Aus- und Weiterbildungsdatenbank:

Zur Aus- und Weiterbildungs- Datenbank
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Literatur Dorn, Eckehard: Gestalten mit Licht. Eine auf das Wesentliche konzentrierte Anleitung zur Lichtgestaltung, Schriftenreihe der Schule für Rundfunktechnik, Band 22, Nürnberg 1992,

Kandorfer, Pierre: DuMont´s Lehrbuch der Filmgestaltung, Theoretisch-technische Grundlagen der Filmkunde, DuMont Verlag, Köln, 1984.


Zur Literaturdatenbank
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Fachverbände / Gewerkschaften BVB - Bundesverband Beleuchtung und Bühne (Kamerabühne) e.V., Grützmühlenweg 76, 22339 Hamburg, www.bvb-verband.de

Deutsche Lichttechnische Gesellschaft e.V., Burggrafenstr. 6, 10787 Berlin (beschäftigt sich mit der Förderung der Lichttechnik in Theorie und Praxis),

VPLT - Verband für professionelle Licht- und Tontechnik, Walsroder Str.159, 30853 Langenhagen, Tel.: 0511 /270 74-74, Fax 0511 / 270 74-777, www.vplt.org

Deutsche Theatertechnische Gesellschaft, Gruber Straße 76, 85586 Poing, www.dthg.de

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Specials Interview mit Niels Meier, Oberbeleuchter
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