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Technisch-kreative Gestaltung: Videokamera
Mediengestalter/in Bild und Ton
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Kurzinfo Seit August 1996 gibt es erstmals bundesweit eine dreijährige Ausbildung (Lehre) für den technisch-kreativen Bereich der Medienproduktion mit der Bezeichnung „Mediengestalter Bild und Ton".

Von der Idee im Kopf eines Produzenten oder einer Redaktion bis zum fertigen TV - Beitrag, Film oder Werbespot sind viele verschiedene Produktionsschritte erforderlich. Gleiches gilt auch für die Entstehung einer Live-Übertragung bei einem Fußballspiel, für die Ausstrahlung eines Hörspiels und für die Übertragung einer Show.

Mit allen Herstellungsschritten, die bei einer Produktion im audio-visuellen Bereich anfallen, ist der Mediengestalter nach Abschluß seiner Ausbildung vertraut. Er ist einsetzbar bei Bild- und Tonaufnahmen im Studio oder bei einem Außendreh, bei der Bildmischung im Regieraum, bei der Bild- und Tonnachbearbeitung oder bei der Wiedergabe der erstellten Produkte in einer Sendeanstalt. Neben hoher technischer Qualifikation gehört zu seinem Beruf auch eine gestalterische und herstellungsorganisatorische Qualifikation, die ebenfalls in der Ausbildung ausgewogen vermittelt wird.

Mediengestalter sind aufgrund ihrer sehr breit angelegten Ausbildung für die Zusammenarbeit in den verschiedenen Produktionsteams qualifiziert. Die entstehenden Produkte können Dokumentationen, Nachrichten, Magazinbeiträge, Hörspiele, Werbespots, Lehrfilme, Musikvideos oder Multimediaprodukte (z.B. eine CD- ROM) sein. Besonders in kleinen Produktionseinheiten ist der Mediengestalter bei allen Produktionsschritten einsetzbar und arbeitet sich schnell an den unterschiedlichsten Arbeitsplätzen ein.
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Tätigkeit Auf dem Weg bis zur Fertigstellung des Endprodukts (des TV- oder Hörfunkbeitrags, des Films etc.) assistieren Mediengestalter den beteiligten Mitarbeitern in allen Phasen: Dies geht von der Zeitplanung und der Reihenfolge der Arbeitsschritte. über die Vorbereitung der Aufnahmearbeiten (Auswahl und Bereitstellung der benötigten Geräte und Verbrauchsmaterialien, Prüfung der Stromversorgung und Energieverteilung am Set oder im Studio, Kontrolle der Geräte wie Kameras, Mikrophone, Ton- und Bildgeräte), damit ein störungsfreier technischer Ablauf gewährleistet ist. Während der Dreharbeiten/Aufnahmearbeiten überwachen sie die Bild- und Tonaufnahmen, bauen nach Beendigung sämtliche Geräte mit ab und geben sie an eventuelle Leihfirmen zurück. Für die Nachbearbeitung prüfen und dokumentieren sie Bild- und Tonmaterialien, überspielen, formatieren und sorgen - wenn nötig - für die Bereitstellung zusätzlicher Bildbestandteile (z.B. Graphiken, Schriften, und computergenerierte Sequenzen). Die eigentliche Bildmischung besteht aus der Vorbereitung der einzusetzenden Geräte und der assistierenden oder selbständigen Ausführung der Mischung.

Bei all diesen Arbeitsschritten stehen Mediengestalter in enger Kommunikation mit anderen Produktionsmitarbeitern und berücksichtigen dabei nicht nur die unterschiedlichen Vorgaben der beteiligten Fachleute (Redaktion/Regie, Kamera, Licht, Schnitt etc.), sondern achten auch mit auf die Einhaltung von Zeiten und Budgetrahmen.

Je nach Ausbildungsbetrieb und persönlichen Neigungen ergeben sich folgende Arbeitsschwerpunkte: Ton- und Bildaufnahme, Ton- und Bildschnitt, Ton- und Bildnachbearbeitung, Ton- und Bildwiedergabe, multimediale Anwendungen.

Die Tätigkeiten in den einzelnen Bereichen hängen sehr eng von dem Betrieb ab, in dem der Mediengestalter lernt und arbeitet, aber auch von der Art der Produkte. (z.B. Einsatz in einem Sender bei der Produktion von tagesaktuellen Beiträgen oder bei Live-Shows)

Nach seiner Ausbildung ist der Mediengestalter Bild und Ton noch lange kein fertiger Spezialist für Einzelbereiche wie z.B. Kamera, Schnitt oder Ton. Für eine professionelle Arbeit in diesen Spezialbereichen sind intensive Zusatzkenntnisse z.B. in der Filmdramaturgie und -geschichte, Ästhetik und natürlich Technik notwendig. Aber er wird in vielen technischen und gestalterischen Arbeitsfeldern als guter „multifunktionaler" Assistent seinen Weg suchen können. Für eine weitere Spezialisierung in dem jeweiligen „Lieblingsbereich" (Kamera, Ton, Schnitt, Trick, Multimedia) bieten sich die verschiedensten Wege an (Arbeit als Assistent mit erfahrenen Profis, Fortbildung oder auch Studium).

Mediengestalter portraitieren Ministerpräsident Clement beim Medienbürgerfest 1998 auf dem Alter Markt in Köln

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Arbeitsumfeld Bedingt durch das breite Spektrum und den - im Vergleich zu Praktika oder Volontariaten - längeren Zeitraum der Ausbildung wird der Mediengestalter Bild und Ton im Laufe der Zeit mit den meisten - freien und festen - Mitarbeitern einer Produktion zusammenarbeiten und von ihnen lernen.
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Anforderungen Der Beruf des Mediengestalters Bild und Ton erfordert ein weitgehendes technisches Interesse. Hohe Lernbereitschaft, ein gutes Gedächtnis, Seh- und Hörvermögen sowie manuelle Geschicklichkeit und ein großes Interesse an visuellen bzw. audiovisuellen Medien sind günstig. Ebenfalls hoch bewertet werden Kommunikationsfähigkeit und Teambereitschaft sowie Streßbelastbarkeit und Kritikfähigkeit.
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Wege zum Beruf Die Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton ist bei ausbildungsberechtigten Betrieben in der Film-, Fernseh oder Hörfunk- und Musikbranche möglich. Zum Beispiel: Öffentlich-rechtliche und private Fernsehsender, Filmproduktionsfirmen, Werbe- und Industriefilmproduktionen, Geräteverleiher (Kamera, Licht), Tonstudios, Hörfunksender, Filmbearbeitungsfirmen und Synchronstudios.
Zur Zeit werden Mediengestalter in unterschiedlichen Betrieben im gesamten Bundesgebiet ausgebildet. Auszubildende sollten sich schon bei der Wahl des Ausbildungsbetriebes über ihre Neigungen klar sein - die Ausbildung in der Senderegie eines größeren Senders zusammen mit anderen Auszubildenden kann sich von der individuellen Ausbildung in einem kleinen Tonstudio sehr unterscheiden. Ein Blick in die Branchen- oder Medienhandbücher gibt Auskunft über mögliche Ausbildungsbetriebe. Oft haben auch die örtlichen Industrie- und Handelskammern einen Überblick über die Medienbetriebe vor Ort.

Seit 1996 werden Mediengestalter/innen Bild und Ton ausgebildet. Die Erfahrungen, die in den Betrieben und Berufschulen mit der Ausbildung gesammelt wurden, waren Grundlage für eine Neuordnung, die im Sommer 2006 in Kraft trat.
Ausbildungsordnung und Ausbildungsrahmenplan sehen nun u. a. vor:
  • Erweiterung der Ausbildung um Projektorganisation (Lernen im betrieblichen Gesamtprozess)
  • Ergänzung der Ausbildung um die Zusammenarbeit mit redaktionellen Mitarbeiter/innen
  • informationstechnische Ausbildungsinhalte wurden ausgebaut, elektrotechnische Themen dagegen reduziert.

Durch die Einführung von Handlungsfeldern können die Unternehmen die Ausbildung besser auf die spezifischen Projekte abstimmen. Auch die Ausbildung in reinen Ton-Betrieben ist zukünftig möglich.
Das Prüfungsverfahren wurde vereinfacht, indem ab sofort Fachgespräche anstelle der aufwändigen Betriebsbesuche stattfinden.


Zur Aus- und Weiterbildungs- Datenbank
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Literatur Handreichung zur Ausbildung Mediengestalter/in Bild und Ton.pdf

Ausbildungshandbuch audiovisuelle Medienberufe
herausgegeben Herausgegeben von srt - Schule für Rundfunktechnik, Hüthig Verlag

Band I: Ausbildungshandbuch für das erste Lehrjahr für die Berufe AV-Mediengestalter/ AV-Mediengestalterin Bild und Ton, Film- und Videoeditor/ Film- und Videoeditorin
ISBN 3-7785-2853-X

Band II: Ausbildungshandbuch für das zweite Lehrjahr für die Berufe AV-Mediengestalter/ AV-Mediengestalterin Bild und Ton, Film- und Videoeditor/ Film- und Videoeditorin
ISBN 3-7785-2854-8

Band III: Ausbildungshandbuch für das dritte Lehrjahr für die Berufe AV-Mediengestalter/ AV-Mediengestalterin Bild und Ton, Film- und Videoeditor/ Film- und Videoeditorin
ISBN 3-7785-2855-6

Kandorfer, Pierre: DuMont´s Lehrbuch der Filmgestaltung, Theoretisch-technische Grundlagen der Filmkunde, 5. Aufl., Köln, 1995

Webers, Johannes: Handbuch der Film- und Videotechnik: Die Aufnahme, Speicherung, Bearbeitung und Wiedergabe audiovisueller Programme, 4. Aufl., München, 1993

Zur Literaturdatenbank
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Fachverbände / Gewerkschaften ver.di, Postfach 102 451, Friedrichstr. 15, 70174 Stuttgart
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Specials Interview mit Holger Harms - Mediengestalter Bild und Ton
Eigene Präsentation von Mediengestaltern anläßlich des Medienforums NRW 1998 in Köln.
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