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Technisch-kreative Gestaltung: Schnitt
Cutter/in
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Kurzinfo "Cutter(in): Abgeleitet von to cut (engl.) = schneiden" - so die Definition aus dem Wörterbuch.
Auch heute wird die Tätigkeit des Cutters immer noch als schneiden bezeichnet, obwohl das für den großen Bereich der Fernseh- und Videoproduktion nicht mehr zutrifft. Da wird nämlich kopiert. Nur beim sogenannten analogen Filmschnitt trifft die Beschreibung noch zu - Negativstreifen werden am Schneidetisch geschnitten und aneinandergeklebt. Doch auch hier geht der Trend zur digitalen (computergestützten) Bildbearbeitung und -montage.

Grundsätzlich bezieht sich die Arbeit des Cutters auf zwei unterschiedliche Bereiche:

Aktuelle Berichte im journalistischen (News-) Bereich und vergleichbare Produktionen, in denen es hauptsächlich auf die Einhaltung von Sendeterminen und vorgegebenen logischen Abläufen, auf Zeitvorgaben und technisches Know How ankommt.

Produktionen im fiktionalen und dokumentarischen Bereich, bei denen gestalterische Aspekte im Vordergrund stehen (Spielfilme, Lang-Dokumentationen, Industrie- und Werbefilme).
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Tätigkeit Wie auch in anderen Tätigkeitsfeldern der Medienbranche gibt es den Aufgabenbereich des Cutters nicht. Vielmehr gibt es unterschiedliche Arbeitsbereiche, die unterschiedliche Qualifikationen und Anforderungen mit sich bringen.
Im Bereich der fiktionalen und dokumentarischen Produktion kommt dem Cutter, auch Schnittmeister oder im englischen Editor genannt, eine große künstlerische Bedeutung zu. So sah beispielsweise Sergej M. Eisenstein (Panzerkreuzer Potemkin) - einer der bedeutendsten Regisseure und Filmtheoretiker Rußlands - im Schnitt die eigentliche Ästhetik des Films. Für ihn entstand ein Film erst durch die Montage scheinbar unzusammenhängender Szenen - Aufnahme, Licht und Bewegung lieferten lediglich das Rohmaterial.

Cutter tauchen zwar in den Abspännen großer Produktionen auf, dennoch würde niemand allein wegen des Schnitts ins Kino gehen. Eigentlich merkwürdig: ist es in der Praxis doch so, daß erst durch die Montage der einzelnen Sequenzen der logische Handlungsstrang, das Tempo und die Spannungsbögen überhaupt erst entstehen. Natürlich arbeiten nicht alle Cutter als Künstler, denen der Regisseur einen großen gestalterischen Freiraum läßt. Bei Serien, Daily-Soaps, Dokumentationen und natürlich Image- und Werbefilmen sind bestimmte Standards bereits vorgegeben, Abgabetermine müssen eingehalten, eigene Ideen immer wieder verworfen werden. Aus diesem Grunde müssen auch technisch perfekte Cutter zugleich streßresistent und kritikfähig sein, aber auch ihren eigenen Standpunkt begründen und vertreten können.


Schnittplatz mit freundlich dreinschauendem Cutter.
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Arbeitsumfeld Der Cutter arbeitet je nach Produktion eng zusammen mit: Cutter-Assistent, Regisseur, Redakteur, Autor, Produzent, Tonmeister, Grafikspezialisten und bei Werbefilmen ggf. auch mit Kunden.
Andere Berufsbezeichnungen für den Cutter: Editor, Schnittmeister.

Spezialisierungen: Film-Editor, MAZ-Editor .
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Anforderungen Gestalterische Neigung, Musikalität und Rhythmusempfinden in Verbindung mit Technikverstand, sehr gutes Gedächtnis, ausgeprägte Vorstellungskraft, überdurchschnittliche Konzentrations- und Kommunikationsfähigkeit.


Schnittplatz
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Wege zum Beruf „Ein langes Praktikum ist ebenfalls möglich. Wir haben in unserer Firma jetzt eine Assistentin, die vorher ein einjähriges Cutterpraktikum beim WDR gemacht hat. Ich bin beeindruckt, was sie schon alles kann. Nach dem Praktikum ist eine Assistenz dann der nächste Schritt. Aber der Zugangsweg ist abhängig davon, in welche Richtung man gehen will. Im Bereich des Video-Schnitts gibt es keine Assistenz, während wir hier, beim Spiel (Serie, Spielfilm... Anm. d. Red.), einen Assistenten brauchen, sowohl für Film- als auch für den Avid-Schnitt." (Irene Abel - Cutterin)


Zur Aus- und Weiterbildungs- Datenbank
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Literatur Beller, Hans (Hrsg.): Handbuch der Filmmontage. Praxis und Prinzipien des Filmschnitts, TR-Verlagsunion, München 1993
Reisz, Karel / Millar, Gavin, Geschichte und Technik der Filmmontage,Filmland Presse,München, 1988,(Gibts nur in Bibliotheken)
Beier, Lars-Olav/Midding, Gerhard, Teamwork in der Traumfabrik, Werkstattgespräche, Henschel, Berlin, 1993
Murch, Walter, In the Blink of an Eye, A Perspective on Film Editing, Silman-James Press, Los Angeles / Beverly Hills, 1995, Kapitel über Schnitt/Montage: S. 314-352
Appeldorn, Werner van, Handbuch der Film- und Fernseh-Produktion, TR - Verlagsunion, München
Kandorfer, Pierre, Du Mont´s Lehrbuch der Filmgestaltung, DuMont Buchverlag, Köln
Cutter-Guide, herausgegeben vom Bundesverband Filmschnitt-Cutter e.V., Haimhauserstr. 5a, 80802 München, www.bfs-cutter.de

Die folgenden Internetseiten wurden uns von Prof. Dr. Gerhard Schumm, Hochschullehrer im Studiengang Schnitt/Montage an der HFF-Babelsberg empfohlen.

Anregend ist - was Montagegestaltung - betrifft:
http://www.imperica.com/sofia/index.html

Eine umfassende Literaturliste zum Thema Montage für Wissensdurstige:
http://www.uni-kiel.de/medien/bermontage.html

Cutter-Homepages und Erfahrungsberichte:
http://buntebilder.de
http://www.editorsnet.com
http://members.loop.com/~chaskes/edit.html
http://www.video-editor.de/index2.html
http://www.EditorsNet.com/article/archives
http://www.ace-filmeditors.org


Zur Literaturdatenbank
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Fachverbände / Gewerkschaften B.F.S. Bundesverband Filmschnitt Cutter e.V., Haimhauserstr. 5a, 80802 München,www.bfs-cutter.de
Weitere Verbände
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Specials Interview mit Hanne Huxoll - Cutterin
Interview mit Ingo Ehrlich - Film-Editor
Interview mit Karin Henz - MAZ-Editorin
Interview mit Holger Harms - Mediengestalter Bild und Ton
Alles Walzer ...und cut! Ruodlieb Neubauer (Professional Productions) im Gespräch mit Cutter Hans Funk über die Fernsehfilmproduktion "Opernball". (Erstdruck in: Professional Production, Ausgabe 03/98)
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