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Technisch-kreative Gestaltung: Filmkamera
Trickkameramann/ -frau
Kurzinfo
Tätigkeit
Arbeitsumfeld
Anforderungen
Wege zum Beruf
Literatur
Fachverbände / Gewerkschaften
Kurzinfo Wie der Name bereits andeutet, ist der Trickkameramann für die Gestaltung von Trickaufnahmen (Modell-, Zeichen- und Realtrick) zuständig. Trickkameramänner bei Fernsehsendern und Produktionsunternehmen drehen meist nach den Vorstellungen von Redakteuren bzw. Regisseuren Trickaufnahmen für einzelne Fernsehsendungen, Industrie- oder Unterrichtsfilme. Spezialisierte Firmen bieten außerdem die komplette Produktion von Animationsfilmen an.

Spezielle Effekte - Blenden, Titel, Zeitverlängerungen - und visuelle Veranschaulichung z.B. von technischen Abläufen in Werbespots, Fernsehdokumentationen und andere 16 oder 35mm Film-Produktionen sind das Metier der Trickkameraleute. Außerdem sind sie für die Aufnahme von Fotos, Grafiken oder anderen Dokumenten, die am Tricktisch angefertigt werden, zuständig.
Sie arbeiten mit Spezialkameras, die über eine Einzelbildschaltung verfügen, Mehrfachbelichtungen ermöglichen und sowohl vorwärts als auch rückwärts laufen.

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Tätigkeit Die Arbeit des Trickkameramannes läßt sich in drei Bereiche gliedern:

Printer: Filmaufnahmen von Kameramann und Trickkameramann werden kombiniert und neue Filmbilder erstellt. Außerdem sind Auf- und Abblendungen, Standverlängerungen, Titeleinkopierungen für Filmvor- und -nachspänne, Zeitverkürzungen oder -verlängerungen Teil der Arbeit. Diese Kombinationen werden mit Spezialkameras produziert, die mit Sektorenblenden, Einzelbildschaltung und Vorwärts- und Rückwärtslauf ausgerüstet sind. Alle Printerarbeiten verlangen Bildgenauigkeit, da der Szenenablauf grundsätzlich vorgegeben ist.

Tricktisch: Hier werden Filmaufnahmen von Dokumenten, Fotos, Dias, Grafiken (z.B. Statistiken, Landkarten) aber auch Filmtitel, gezeichnete Figuren, Masken (für die Einkopierung von farbigen Titeln), Schriften und Fotos aus Zeitschriften, Zeitungen und Büchern, Sachtricks (z.B. Zerplatzen einer Glasscheibe) erstellt. Auch diese Aufnahmen entstehen mit Spezialkameras, die Ab-, Auf- und Überblendungen, Zu- und Rückfahrten (Zoomfahrten) und Doppelbelichtungen in einem Arbeitsgang ermöglichen. Mit dem Tricktisch werden die Schwenks und Kreisbewegungen ausgeführt.

Insert: Beim Insert werden Filmaufnahmen von Dokumenten, Fotos, Gemälden, Grafiken, Dias, Schriften, Figuren und Skulpturen erstellt, die sich mit Hilfe einer Drehscheibe bewegen. Diese Aufnahmen entstehen mit Kameras, die mit sogenannten Normallaufwerken ausgestattet sind und mit denen außer den verschiedenen Bildausschnittsvergrößerungen keine weiteren Macroaufnahmen, Kameraschwenks, Zoomfahrten oder Bildmanipulationen möglich sind.
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Arbeitsumfeld Der Trickkameramann arbeitet eng zusammen mit: Redakteur, Regisseur und anderen Kameraleuten.
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Anforderungen Geduld, technische Kreativität, hohes Konzentrationsvermögen, musikalisches Einfühlungsvermögen, volle Farbsicherheit.
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Wege zum Beruf Der Kameramann ist in Deutschland kein anerkannter Ausbildungsberuf. Bislang verläuft die Ausbildung in den meisten Fällen immer noch nach dem learning by doing-Prinzip.
Mögliche Zugangswege:
  • Lehre als Photograph / Lichtbildner (sinnvoll als Vorstufe)
  • Lehre bzw. Praktikum in einem Film-Kopierwerk (umfassende Kenntnis aller Arbeitsabläufe der Bildaufnahme)
  • Lehre als Mediengestalter Bild und Ton >(als Grundlagenausbildung)
    > Praktikum bzw. Volontariat bei einer Produktionsfirma für Trickfilmaufnahmen.


Seit einiger Zeit gibt es auch Ausbildungsstätten mit dem Abschluß "Diplom-Kameramann" (z.B. Fachhochschule Dortmund, Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg). An einigen Filmhochschulen ist auch eine Anfangsausbildung zum Kameramann im Rahmen anderer Studiengänge möglich (z.B. Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg).

Zur Aus- und Weiterbildungs- Datenbank
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Literatur Beier, Lars-Olaf; Midding, Gerhard: Teamwork in der Traumfabrik. Werkstattgespräche. (Interviews mit bekannten Persönlichkeiten aus der Filmproduktion - Drehbuchautoren, Regisseure, Produzenten, Kameraleute, Cutter, etc.), Henschel Verlag, Berlin 1993.
Kandorfer, Pierre: DuMont´s Lehrbuch der Filmgestaltung, Theoretisch-technische Grundlagen der Filmkunde, 5. Aufl., Köln, 1995


Zur Literaturdatenbank
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Fachverbände / Gewerkschaften bvk Bundesverband Kamera e.V., 80801 München Kaiserstr.39 -
tel.: +49 89 340 19 190, fax:+49 89 340 19 191, e-mail:bvk@bvkamera.org
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