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Technisch-kreative Gestaltung: Filmkamera
Filmkameramann/ -frau
Kurzinfo
Tätigkeit
Arbeitsumfeld
Anforderungen
Wege zum Beruf
Literatur
Fachverbände / Gewerkschaften
Specials
Kurzinfo Kameraarbeit umfaßt mehr als nur die Bedienung der Kamera und die Wahl des Bildausschnitts. Im Gegensatz zu früher, wo der Kameramann in erster Linie mit der technischen Seite konfrontiert war, dient die Technik heute nur noch als Basis. Bei großen Filmproduktionen kommen bestimmte, hochbezahlte Kameramänner kaum noch mit der Kamera in Berührung. Die Bedienung und Überwachung der Technik wird von Operatoren, Schwenkern, Kamera- bzw. Lichtassistenten übernommen.

Die Aufgabe des Regisseurs liegt in der szenischen Gestaltung (Inszenierung) des Films, die des Kameramannes in der visuellen Gestaltung. Die Übergänge sind jedoch fließend: der Kameramann beeinflußt die Inszenierung, der Regisseur die Visualisierung.
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Tätigkeit „In Deutschland hat der Kameramann hauptsächlich zwei Aufgaben: Zunächst die Bildgestaltung, also die optische Arbeit an einem Film, bei der er sehr stark mit dem Regisseur und teilweise auch mit dem Ausstatter eines Films korrespondiert. Normalerweise wird eine Szene vom Regisseur durchgestellt, und anschließend sagt der Kameramann, wie er sich die Umsetzung vorstellt, man diskutiert nochmal darüber und dann wird gedreht. Solche Besprechungen finden selten vorab statt, oder besser: das ist eine andere Möglichkeit.

Das andere Arbeitsfeld ist das des Lichts, des Lichtsetzens, der Lichtführung. Dabei arbeitet man eigentlich alleine. Es gibt kaum Regisseure, die dabei mitreden möchten. Da sind es eher Beleuchter oder Oberbeleuchter, die Vorschläge machen. Aber eigentlich ist dieser Bereich mehr oder weniger das autarke Arbeitsfeld von Kameraleuten, in einigen Ländern ist es sogar das ausschließliche." Axel Block, Kameramann und ehemaliger Professor an der Fachhochschule für Design (Das Interview mit Axel Block findet sich unter Specials)
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Arbeitsumfeld Der Filmkameramann arbeit eng zusammen mit: Kameraassistent, Regisseur, Beleuchter, Szenenbildner, Requisiteur, Maskenbildner und Kostümbildner
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Anforderungen Gutes Sehvermögen, physische und psychische Belastbarkeit, gute Allgemeinbildung, filmtheoretisches Wissen, technisches Verständnis, ausgeprägtes Stilgefühl, Durchsetzungsvermögen, Organisationstalent und Führungsqualitäten bzw. kreative und künstlerische Ambitionen, Teamfähigkeit
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Wege zum Beruf Der Kameramann ist in Deutschland kein anerkannter Ausbildungsberuf. Bislang verläuft die Ausbildung in den meisten Fällen immer noch nach dem learning by doing-Prinzip. Laut BVK (Bundesverband Kamera) haben sich folgende Zugangswege bewährt:
  • Lehre als Photograph / Lichtbildner (sinnvoll als Vorstufe)
  • Lehre bzw. Praktikum in einem Film-Kopierwerk (umfassende Kenntnis aller Arbeitsabläufe)
  • Praktikum in einem Film-Geräteverleih (Kenntnisse aller Kamerasysteme)
  • Lehre als
    Mediengestalter Bild und Ton

und grundsätzlich :
  • Mehrjährige Mitarbeit in verschiedenen Kamerateams, zuerst als Materialassistent, später als 2. und 1. Kameraassistent und zuletzt alsOperator (Schwenker).
  • Seit einiger Zeit gibt es auch Ausbildungsstätten mit dem Abschluß "Diplom-Kameramann" (z.B. Fachhochschule Dortmund, Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg). An einigen Filmhochschulen ist auch eine Anfangsausbildung zum Kameramann im Rahmen anderer Studiengänge möglich (z.B. Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg).



Zur Aus- und Weiterbildungs- Datenbank
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Literatur Making of ... Wie ein Film entsteht, Verlagsgruppe Milchstraße, Kinoverlag GmbH, Hamburg 1996 (mit mehr als 1000 Fotos, Großformat)
Film & TV Kameramann, I. Weber Verlag, München (Zeitschrift)

Zur Literaturdatenbank
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Fachverbände / Gewerkschaften bvk Bundesverband Kamera e.V., 80801 München Kaiserstr.39 -
tel.: +49 89 340 19 190, fax:+49 89 340 19 191, e-mail:bvk@bvkamera.org
AG DOK Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm, Frankfurt am Main
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Specials Der Spezialist hat das Wort - Artikel aus der Schnitt, Nr. 8, IV 97 - von Tomas Erhart (Filmkameramann und Gründer der Filmkamera-Klasse in Ludwigsburg
Interview: Axel Block (Kameramann und ehemaliger Professor an der Fachhochschule für Design, Dortmund)
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