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Technisch-kreative Gestaltung: Videokamera
EB-Kameramann/ -frau
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Kurzinfo EB-Kameraleute sind für die Bild- und Lichtgestaltung bei aktuellen TV-Berichterstattungen, TV-Dokumenationen und Wirtschaftsfilmen zuständig.

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Tätigkeit Bei der Elektronischen Berichterstattung (EB) für Fernseh-Nachrichtensendungen und -Magazine arbeiten Kameraleute mit Camcordern . Im Gegensatz zum Filmkameramann ist der EB-Kameramann oft selbst Regisseur. Gemeinsam mit dem Redakteur stimmt er die Bildauflösung vor Ort ab.
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Arbeitsumfeld EB-Kameraleute arbeiten eng zusammen mit: Regisseur, Redakteur, Kameraassistent und je nach Produktion auch mit Maskenbildner, Beleuchter, Grip-Operator (zuständig für Kamerakran und Schienen).
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Anforderungen „Er muß zum Beispiel ein überdurchschnittliches Interesse an newswürdigen Ereignissen haben und Gott und die Welt kennen. Wie sollte er sonst aus einem Menschenhaufen die Persönlichkeiten herausfischen, die bedeutsam sind? Wie sollte er sonst auf der Buchmesse die Verlage und Autoren finden, die demnächst berühmt sein werden?
Er muß in turbulenten Situationen tausend Mal mehr hören und sehen als der Durchschnittsbürger und jederzeit den Überblick behalten, denn er muß aus einer unendlichen Fülle von Teilereignissen das heraussuchen, was berichtenswert ist. Ein Redakteur kann ihn da nur wenig unterstützen. Dabei muß er sich unter Umständen auch in einer Horde disziplinloser Fotografen durchsetzen können.
Wenn der Papst beim Besuch auf der Gangway stolpert und auf die Nase fällt, muß er auch diesen Vorgang im Kasten haben, und zwar nicht erst von dem Moment an, wo der Papst flachliegt; seine Kamera muß schon lange laufen, wenn er stolpert. Kurzum: Er braucht einen sechsten Sinn für sich anbahnende Höhepunkte. Wer würde bei solchen Aufnahmen nach der ausgefeilten Bildkomposition oder dem perfekten Schnittanschluß fragen?
Er könnte, wenn er seinen Beruf mit Liebe und Engagement ausübt, auch bei informationsarmen Routine-Stories kleine menschliche Szenen aus dem Umfeld einfangen und den dreihundertsten Handshake des Bundeskanzlers mit einem Staatsbesucher durchaus sehenswert machen.
Um das alles zu können, muß er sein Arbeitsgerät so perfekt beherrschen, als wäre er damit zusammengewachsen, denn er muß in Sekundenbruchteilen hochkomplizierte technische und gestalterische Entscheidungen treffen. Schließlich und endlich braucht er dann auch noch einen gewissen journalistischen Jagdinstinkt." Werner van Appeldorn in der Zeitschrift Film- und TV-Kameramann (siehe auch Specials!)
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Wege zum Beruf "Es gibt sehr viele Leute, die die Kameraarbeit als Traumberuf ansehen, dadurch gibt es auch einen großen Konkurrenzdruck. Man sollte wissen, daß der Arbeitsalltag sehr stressig ist, und wenn man nicht wirklich dahintersteht, dann bringt man dafür nicht die Energie auf. Ob man den Einstieg nach dem Prinzip "learning by doing" macht und irgendwo in einer Produktionsfirma anfängt oder ob man studiert und nebenher Praxiserfahrungen sammelt, ist eigentlich zweitrangig. Man braucht eine gewisse persönliche Reife, um als Kameramann zu arbeiten, damit einen der Gegenüber ernst nimmt. Das hört sich vielleicht banal an, aber das ist bei Journalisten auch ganz ähnlich. Man kann nicht als 17-jähriger direkt in diesen Berufen loslegen. Nach der Schule - entweder Realschule oder Gymnasium - bietet sich an, daß man zunächst studiert, etwas was mit Fotografie zu tun hat. Ob das jetzt direkt die Kameraschule in München, Berlin, Hamburg oder Ludwigsburg ist, ist nicht so wichtig. Es kann genausogut auch Photodesign oder Photoingenieurwesen sein. Man muß während des Studiums auf jeden Fall Praxiserfahrung sammeln. Der Abschluß des Studiums ist weniger entscheidend.
Wenn man sich einmal umschaut, stellt man fest: es gibt überhaupt keine Stellenangebote für Kameramänner. Man bekommt eigentlich immer nur einen Job, weil einen irgend jemand kennt. Das ist das Besondere am Beruf des Kameramannes - eigentlich eine typisch amerikanische Methode - daß die meisten über learning by doing in den Job einsteigen und durch Mundpropaganda bekannt werden." Jens Ufer, Kameramann (Das Interview mit Jens Ufer findet sich unter Specials)
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Literatur Neubauer, Michael G.: Kameraleute im aktuell-dokumentarischen Bereich, Qualifikationen-Tätigkeiten-Perspektiven, UVK-Medien Verlag, Konstanz 1996.
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Fachverbände / Gewerkschaften Gewerkschaften bvk Bundesverband Kamera e.V., 80801 München Kaiserstr.39 -
tel.: +49 89 340 19 190, fax:+49 89 340 19 191, e-mail:bvk@bvkamera.org
AG DOK Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm, Frankfurt am Main
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Specials Werner von Appeldorn (BVK), Kameramann und Kameramann ist nicht notwendigerweise dasselbe. (Artikel aus der Fachpresse)
Aus: Film- und TV-Kameramann, Nr.11/ Jahrgang 45 vom 20. November 1996
Andreas Becker, TV-Journalisten - Neandertaler des Fernsehens? (Artikel aus der Fachpresse)
Aus: Film- und TV-Kameramann, Nr.11/ Jahrgang 45 vom 20. November 1996
Ulrich Vielmuth, Das Zwei-Mann-Team im Alltag. (Artikel aus der Fachpresse)
Aus: Film- und TV-Kameramann, Nr.11/ Jahrgang 45 vom 20. November 1996

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Interview mit Jens Ufer, EB - Kameramann
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