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MIA: Medienberufe A-Z
Gestalter/in für visuelles Marketing
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Kurzinfo
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Ein Schaufensterbummel wäre keine so interessante Beschäftigung, würden die Waren nicht attraktiv und immer wieder neu präsentiert. Das schönste Kostüm, der eleganteste Anzug, das spannenste Buch, die knackigsten Gemüse fänden weniger Käufer, wären die Waren bloß lieblos übereinander gestapelt. Verkaufen und Einkaufen hat viel mit Psychologie zu tun, mit dem Wecken von Neugier und Bedürfnissen. Die Kunden sollen die Waren nicht nur in Augenschein nehmen, sie auf Tauglichkeit prüfen, mit den Produkten wird ihnen ein Lebensgefühl, ja ein Einkaufserlebnis vermittelt.
Bisher ein Fall für Schauwerbegestalter. Da die Firmen ihre Waren, Produkte und Dienstleistungen heute jedoch nicht nur in Schaufenstern, sondern auch auf Messen, bei Verkaufsaktionen in ein gutes Licht gerückt sehen wollen, da sich Präsentationstechniken verändern, wurde 2004 die Berufsausbildung den gewandelten Anforderungen angepasst und der neu geordnete Beruf in Gestalter/in für visuelles Marketing umbenannt.
In die Ausbildungsordnung wurden Bildungsinhalte wie die Anwendung von Grafikprogrammen, erweiterte kaufmännische Qualifikationen und die Gestaltung von Messe- und Ausstellungsräumen integriert. Während der Ausbildung setzen sich die angehenden Gestalter/innen mit Trends und Lebensstilen auseinander, um für die jeweilige Branche, das einzelne Produkt den geeigneten Rahmen entwickeln zu können.
Bei der Neurordnung wurden in das Berufsprofil auch Qualifikationen wie die Organisation und Gestaltung von "Events, Veranstaltungen, Verkaufsaktionen" aufgenommen. Welche Berufschancen sich dadurch für die Gestalter/innen im Veranstaltungsbereich ergeben werden, bleibt abzuwarten. |
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Tätigkeit
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Zum Arbeitsalltag der Gestalter/innen gehört: Sie entwickeln Gestaltungskonzepte, die das Unternehmen angemessen präsentieren und den Verkauf der Waren oder Dienstleistungen fördern. Dabei werden Gestaltungselemente wie Licht, Farben und Formen möglichst wirkungsvoll eingesetzt und aktuelle Trends und Moden berücksichtigt. Die Gestalter/innen wenden Erkenntnisse der Werbe-, bzw. Verkaufspsychologie an, um die gewünschten Effekte zu erreichen.
Der Entwurf wird in Zeichnungen umgesetzt und mit den Kunden und Werbeverantwortlichen abgestimmt. Finden die Produktpräsentationen im Rahmen von Messen, während Veranstaltungen statt, müssen die Planungen den Ausstellungsraum berücksichtigen und mit den Ausstellungsverantwortlichen abgesprochen werden.
Steht der Entwurf, beschaffen die Gestalter/innen die notwendigen Werkstoffe wie Stoffe, Folien, Papier, Holz oder Styropor. In der Werkstatt werden Dekorationen vorbereitet und anschließend werden die Elemente vor Ort montiert und eingebaut. Entsprechend des Gestaltungskonzeptes werden Räume gestrichen, bzw. Böden verlegt, Schaufensterpuppen eingekleidet und die Waren drapiert. Bei Bedarf bearbeiten die Gestalter/innen Fotos und Schriftzüge mit Grafik- bzw. Bildbearbeitungsprogrammen.
In der Realisierungsphase müssen die Gestalter/innen ihre Konzepte mit dem Verkaufspersonal absprechen und in Kooperation mit ihm verwirklichen.
Die Gestalter/innen sind jedoch nicht nur für die Herstellung verantwortlich, denn sie kalkulieren auch die Kosten und kontrollieren die Einhaltung des Budgets.
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Arbeitsumfeld
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Die Gestalter/innen arbeiten im Handel, einige in der Industrie oder bei Werbeunternehmen. Große Bekleidungs- und Möbelhäuser beschäftigen beispielsweise Gestalter/innen, damit sie die wechselnden Dekorationen herstellen.
Nach der Ausbildung und einer ersten Berufstätigkeit machen sich einige Gestalter/innen selbstständig. Auch deshalb wurde ein höherer Anteil an kaufmännischem Wissen in die Ausbildung integriert, um die Auszubildenden auf eine spätere Existenzgründung vorzubereiten.
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Anforderungen
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Auszubildende sollten Sinn für Farben und Formen, Stilgefühl und handwerkliches Geschick mitbringen. |
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Wege zum Beruf
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Die Berufsausbildung erfolgt in Betrieb und Berufschule und dauert drei Jahre.
Gestaltungsfragen scheinen vor allem für junge Frauen interessant zu sein, der Anteil weiblicher Auszubildender liegt bei knapp 85 %.
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