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Management: Planung / Steuerung
Produktionsassistenz
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Kurzinfo Es gibt nur wenige Berufe bei Film und Fernsehen, deren Berufsbezeichnungen bei jeder Produktionsfirma und jedem Sender für exakt den gleichen Aufgabenbereich stehen. Ein extremes Beispiel für diese Mehrdeutigkeit ist der Begriff Produktionsassistenz.

So bezeichnet man in vielen freien Produktionsfirmen den eigentlichen Produktionssekretär, der mit reinen Sekretariatsaufgaben betraut ist, als Produktionsassistenten - einfach, weil es besser klingt.

Bei anderen Firmen und einigen Sendern dagegen, so beispielsweise dem ZDF, geht die Karriereleiter vom 1. Aufnahmeleiter über den Produktionsassistenten hin zum Produktionsleiter. Der Produktionsassistent übernimmt hier eigenverantwortlich kleinere Produktionen, kalkuliert und koordiniert sie teils komplett allein.

In den meisten Firmen gibt es aber einfach keine klare Abgrenzung zwischen Produktionssekretariat und Produktionsassistenz und das Aufgabenfeld ist vom Genre, dem Projekt und der Teamgröße abhängig.

Die Verwirrung auf die Spitze treiben die auch in der heimischen Produktionsszene immer stärker vertretenen US-amerikanischen Berufsbezeichnungen. Der assistant producer gilt als Nachwuchsproduzent, der assistant to the producer ist der Assistent des Produktionsleiters.

Wer sich als Produktionsassistent oder -sekretär bewirbt, sollte sich deshalb bei seiner Suche nicht von der Berufsbezeichnung abschrecken lassen, sondern während des Vorstellungsgespräches sehr viel Wert auf eine klare Aufgabendefinition legen, damit er weiß, welcher Arbeitsalltag ihn erwartet.

Denn wer - mit kaufmännischen Kenntnissen und einem juristischen Basiswissen in puncto Arbeits- und Vertragsrecht ausgestattet - seine Karriere in Film und TV im Produktionsbüro beginnt, der bringt günstige Voraussetzungen mit, einmal als Produktionsleiter große Produktionen eigenverantwortlich zu betreuen.
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Tätigkeit Die Produktionsassistentin beginnt ihre Tätigkeit zeitgleich mit dem Produktionsleiter, bei einem TV-Movie beispielsweise fünf bis acht Wochen vor Drehbeginn. Sie wird, meist vom Produktionsleiter empfohlen, von der Produktionsfirma angestellt. Sie unterstützt den Produktionsleiter in kalkulatorischen und organisatorischen Arbeiten während der Vorbereitung eines Projektes, bei den Dreharbeiten und während der Nachbereitung.

Wieviel Verantwortung sie jedoch letztlich während der Produktion trägt und welche Aufgaben ihr übertragen werden, hängt vom Produktionsleiter allein und dem Vertrauen ab, daß er in die Kapazitäten und Fähigkeiten seiner Assistentin setzt.

Sind die beiden gut aufeinander eingespielt, überläßt ihr der Produktionsleiter meist eigenständige Bereiche wie beispielsweise die komplette Reisekoordination. In diesem Falle gehört nicht nur die Buchung der Flüge und Hotels zum Verantwortungsbereich der Assistentin; sie muß darüber hinaus bei jeder noch so kleinen Drehplanänderung sofort und ohne Ansage durch den Produktionsleiter realisieren, was diese Änderung für ihren Aufgabenbereich bedeutet und eigenständig Flüge umbuchen oder stornieren. Wieder andere Produktionsleiter überlassen auch finanzielle Verhandlungen bis zu einer gewissen Größenordnung ihrer Assistentin.

Ihr Arbeitsplatz ist im Produktionsbüro, - trotzdem hält sie während der Dreharbeiten den Kontakt zum Team am Set.

Darüber hinaus übernimmt die Assistentin viel der täglichen Fleißarbeit. Das Einpflegen aller neu hinzugekommenen Rechnungen in die aktuellen Kostenstandsanalyse, das Erstellen von Bestandslisten für Versicherungen und von Zolllisten bei Auslanddrehs, das Einholen von persönlichen Daten des gesamten Teams bei Drehs in Sicherheitszonen wie z.B. Flughäfen – all die Arbeiten, die man leicht übersieht, ohne die eine Produktion aber nicht reibungslos ablaufen könnte.
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Arbeitsumfeld Die Produktionsassistentin ist direkt dem Produktionsleiter unterstellt. Im Produktionsbüro arbeiten außerdem die 1. Aufnahmeleitung und eventuell ein Produktionssekretär.

Abhängig von Firma, Projekt und exakten Aufgabenfeld werden Produktionsassistenten fest angestellt oder für die Dauer einer Produktion auf Lohnsteuerkarte beschäftigt.
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Anforderungen Ideale Voraussetzungen sind eine kaufmännische Ausbildung oder ein betriebswirtschaftliches Vorwissen. Auch juristischen Basiswissen in puncto Arbeits- und Vertragsrecht ist von Vorteil. Grundlegende Anforderungen sind jedoch Organisationstalent, Streßresistenz und strukturelles Denken.

Führerschein Klasse III, Computerkenntnisse, der perfekte Umgang mit Textverarbeitungsprogrammen und Maschineschreiben sind Fähigkeiten, die stillschweigend vorausgesetzt werden.

Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil, Englischkenntnisse sind ein Muß.
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Wege zum Beruf Einige Sender bieten ein zweijähriges Volontariat als Aufnahmeleiter oder Trainee-Programm an. Bei der Bewerbung darum hat gute Chancen, wer kaufmännische oder betriebswirtschaftliche Erfahrungen mitbringt.

In der freien Produktionsszene ist als Vorbereitung auf die Tätigkeit der Produktionsassistentin ein Praktikum im Produktionsbüro unbedingt zu empfehlen – man lernt den Arbeits- und Aufgabenbereich kennen und gewinnt einen grundlegenden Eindruck von allen Bereichen der Produktion. Wer sich dabei als organisatorisch und kaufmännisch begabt und streß-resistent beweist, hat gute Chancen, bei der nächsten Produktion als Assistent engagiert zu werden.




Zur Aus- und Weiterbildungs- Datenbank
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Literatur Clevé, Bastian (Hg.), Von der Idee zum Film, Produktionsmanagement für Film und Fernsehen, Bleicher, Gerlingen, 1998
Sehr, Peter, Kalkulation (I), Vom Drehbuch zum Drehplan, TR-Verlagsunion, München, 1998 und
Leeb, Hugo, Kalkulation (II), Vom Drehplan zum Budget, TR-Verlagsunion, München, 1998
beides am Fallbeispiel "Die Reise nach Tramitz"


Zur Literaturdatenbank
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Fachverbände / Gewerkschaften Bundesverband Produktion e.V., Geschäftsstellen

Hauptgeschäftsstelle München
Domagkstraße 33, Haus 75/I, 80807 München
Tel. 089 / 30 72 62 66, Fax 089 / 30 72 62 67,
E-Mail: info@bv-produktion.de
Internet: www.bv-produktion.de

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