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Management: Planung / Steuerung
Veranstaltungsmanagement
Kurzinfo
Tätigkeit
Arbeitsumfeld
Anforderungen
Wege zum Beruf
Literatur
Fachverbände / Gewerkschaften
Kurzinfo Zur Veranstaltungswirtschaft gehören ganz unterschiedliche Bereiche:
  • Klassische Musik/Theater/Tanz/Literatur – Veranstaltungen
  • Rock-Pop-Comedy-Entertainment
  • Volks- und Sportfeste
  • Ausstellungen
  • Messen und Kongresse
  • Produkt- und Firmenpräsentationen.

Die Popkomm, das Schleswig-Holstein Musik Festival oder die Olympischen Spiele gehören zur Kür, zu den etwas größeren Herausforderungen. Das tägliche Brot sind dagegen eher die Jahrestagung des Friseurhandwerks oder die Lesung des örtlichen Kulturvereins. Dabei besteht die Kunst des jeweiligen Kulturmanagements, Eventmanagements, Kongress- und Messemanagements darin, die einzelne Veranstaltung für das jeweilige Publikum möglichst interessant zu gestalten und reibungslos abzuwickeln.
Um die Neugier des Publikums zu wecken, werden immer neue Ideen ersonnen. War der Stummfilm vor einigen Jahren höchstens noch Cineasten vertraut, füllen Stummfilmvorführungen mit Live-Musik inzwischen größte Säle. War die obligatorische Diavorführung der Urlaubsreise früher eher bittere Pflicht für Angehörige und Freunde, sind heute Bild- und Tonschauen von Profireisende echte Verkaufsschlager. Galten Festivals „umsonst und draußen“ zunächst als fast anarchistische Angebote, muss heute jede Kleinstadt, die etwas auf sich hält, einen irgendwie gearteten Sommer: Theatersommer, Musik- oder Filmsommer veranstalten. Oder man muss sich dort um die „weichen“ Standortfaktoren schon Sorgen machen. Kaum ein Verband, eine Branche oder Berufsfeld ohne Fach-Kongresse, Tagungen, Messen und Verkaufsausstellungen. Die Einführung neuer Produkte wird mit großem Marketingaufwand durch Präsentationen vor Kunden und Partnern betrieben. Da gerät die Vorstellung des neuen Automodells schon beinahe zum Staatstakt, inklusive strenger Geheimhaltung und VIP-Lounge. Museen wandeln sich von bloßen Ausstellungsorten zu Kulturveranstaltern und können gerade bei Sonderausstellungen, die mit spektakulärem Begleitprogramm und internationaler Pressearbeit beworben werden, immer neue Besucherrekorde melden.
Das Betätigungsfeld für Veranstaltungsfachleute ist also sehr groß und wächst seit Jahren – auch dank der Kreativität des Management- und Marketingpersonals.

Einige Zahlen dazu: Über 80 % der Bevölkerung besuchen mindestens einmal im Jahr eine Freizeitveranstaltung, errechnete der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft. Der Deutsche Bühnenverein meldete für die Spielzeit 2000/2001, dass die öffentlichen und privaten Theater, Festspielhäuser und Kulturorchester insgesamt 35 Millionen Besucherinnen und Besucher verzeichnen konnten. Bei Messen und Verbraucherausstellungen legen die Besucherzahlen im Jahr 2001 bei rund 18,5 Millionen, so der Verband der deutschen Messewirtschaft.

Kein Wunder also, dass in dieser wachsende Branche neue Berufe entstanden sind, bzw. Arbeitsbereiche professionalisiert und ausgebaut wurden. Das betraf sowohl die Veranstaltungstechnik wie das Veranstaltungsmanagement. Es wurden neue Studiengänge eingeführt und es wurde ein neuer Ausbildungsberuf konzipiert.
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Tätigkeit Alle Veranstaltungen haben – bei aller Unterschiedlichkeit von Größe, Charakter, Zielgruppe etc. – doch auch einiges gemeinsam. Es muss jemand die Veranstaltungsidee entwickeln, ein Konzept erarbeiten, Veranstaltungsort- und Zeitpunkt festlegen, Mitarbeiter und Teilnehmer verpflichten, Technik bereit stellen, die Finanzierung klären, Werbung betreiben, die Durchführung organisieren. Tätigkeiten also, die im weitesten Sinne als Management bezeichnet werden können, die einen reibungslosen Ablauf, unternehmerischen Erfolg und die Zufriedenheit des Publikums garantieren.
Diese Veranstaltungsorganisation wird entweder vom Veranstalter selber übernommen, etwa bei großen Kulturbetrieben wie Theatern, Philharmonien und Museen. Diese Institutionen unterhalten dann Organisationsbüros. Oder die Veranstaltung wird Auftrag eines Kunden von Agenturen abgewickelt – dies ist häufig bei Festivals, bei Messen oder Produktpräsentationen, Galaabenden oder Betriebsjubiläen der Fall. Agenturen sind oft auf ein bestimmtes Veranstaltungsfeld spezialisiert. Sport, medizinische Kongresse oder eben Barockmusik erfordern jeweils anderes Fachwissen, Marketingstrategien und Veranstaltungsformen.
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Arbeitsumfeld Zum Arbeitsumfeld gehören auf der einen Seite die Mitwirkenden: Künstler, Referenten, Fachleute, die das Programm der Veranstaltung bestreiten. Hier gilt es mit Fingerspitzengefühl auf die Bedürfnisse der Teilnehmer einzugehen: ein schlecht behandelter Künstler liefert vermutlich auch einen schlechten Auftritt ab. Gleichzeitig kann aber aus ökonomischen oder technischen Gründen nicht immer auf jeden Wunsch eingegangen werden.
Die andere Seite des Arbeitsumfeldes bilden Dienstleister: technische Dienstleister (zum Beispiel Veranstaltungstechniker für Bühnenbau, Licht- und Tonequipment, Messe- und Ausstellungsbau), Firmen die Marketing und Ticketvertrieb übernehmen, Unternehmen, die Restauration betreiben, etc. Hier bedeutet die Managementfunktion, die jeweiligen Leistungen abzusprechen und unterschiedliche Erfordernisse unter einen Hut zu bringen.
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Anforderungen Notwendig ist einerseits Managementwissen, also Kenntnisse der organisatorischen Abläufe, betriebswirtschaftliches Know-how und Verhandlungskompetenz im Umgang mit den Dienstleistern und Mitwirkenden. Anderseits ist es wichtig, sich im jeweiligen Veranstaltungsbereich gut auszukennen und den Markt beurteilen zu können.
Dazu müssen Teamfähigkeit, Kommunikationstalent und die Liebe zum jeweiligen Veranstaltungsbereich kommen. Sowie die Bereitschaft, auch an ungewöhnlichen Zeiten (abends, am Wochenende) zu arbeiten und die Fähigkeit zur Improvisation. Denn im Zweifel zählt nur, was auf der Bühne, bei der Veranstaltung passiert – und nicht wie schön und genau alles geplant und vorbereitet wurde.
Das „Einerseits-Andererseits“ beschreibt die gesamte Arbeitssituation der Veranstaltungsmanager/innen. Sie vermitteln oft zwischen unterschiedlichen Welten: Kunst und Ökonomie, Kultur und Wirtschaft. Im besten Fall ermöglichen sie Kultur, sichern die Existenz von Kunst. Bei Problemen können sich Veranstaltungsmanager aber auch leicht zwischen allen Stühlen wiederfinden. Insofern sind Vermittlungskompetenz und große Flexibilität wichtig, die Fähigkeit, für schnell wechselnde Situationen neue Lösungen zu finden und eine kreative Phantasie für Umsetzungen zu entwickeln.


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Wege zum Beruf Bisher waren im Bereich der Veranstaltungsorganisation viele Quereinsteiger/innen tätig, die zuvor ein Studium oder eine Ausbildung in einem anderen Bereich absolviert hatten. So verfügten sie zum Beispiel über ein Studium der Kunstgeschichte, Theaterwissenschaft oder Musik. Andere kamen aus dem pädagogischen Bereich, einige hatten zunächst Jura oder Betriebswirtschaft studiert.

Seit 2001 gibt es den neuen Ausbildungsberuf Veranstaltungskaufleute, der das ganze Spektrum der Veranstaltungswirtschaft abdecken soll.

Außerdem wurden in den letzten Jahren Studiengängen eingerichtet, die für den Bereich des Kultur-/ Veranstaltungsmanagement qualifizieren.
Es gibt grundständige Studienangebote, z.B. Kulturarbeit an der Fachhochschule Potsdam.
Zu den weiterführenden Studienangeboten (nach einem grundständigen Studium einer anderen Fachrichtung) gehören etwa Kultur- und Medienmanagement an den Hochschulen für Musik in Hamburg und Berlin oder Kulturmanagement an der Hochschule für Musik in Weimar. Die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg bietet Aufbaustudiengänge für Kulturmanagement mit den Abschlüssen Magister oder Master. Die Fernuniversität Hagen hat als Weiterbildungsstudiengänge u.a. Kulturmanagement und Museums-Management.
Für den Bereich Messe- und Kongress-Organisation könnte auch einer der zahlreichen Tourismus-Management-Studiengänge ( Fachhochschule Bad Honnef, Universität Lüneburg usw. ) interessant sein.
Außerdem gibt es Weiterbildungsangebote für Quereinsteigerinnen, die sich z.B. betriebswirtschaftliche Kenntnisse aneignen wollen. So wird an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in Köln Kulturmanagement angeboten. An der Verwaltungs- und Wirtschaftakademie in Essen: Eventmanagement–Ökonom/in. An der Berufsakademie Ravensburg kann die Qualifizierung Betriebswirt/in Messe- und Kongressmanagement erworben werden.


Zur Aus- und Weiterbildungs- Datenbank
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Literatur Peter Bendixen, Einführung in das Kultur- und Kunstmanagement, Westdeutscher Verlag, Wiesbaden, 2001

Handbuch Kultur-Management, Die Kunst, Kultur zu ermöglichen, Loseblattausgabe, Verlag Raabe, J Stuttgart /SVK, 1992, ISBN 3-8183-0008-9

Werner Heinrichs, Kulturmanagement, Eine praxisorientierte Einführung, Verlag Primus /KNO, 1999, ISBN 3-89678-146-4


Werner Heinrichs, Arnim Klein, Deutsches Jahrbuch für Kulturmanagement, Nomos Verlagsgesellschaft Baden-Baden, bisher jährlich erschienen von 1997 bis 2001, ISSN
1436-9222

Werner Heinrichs, Arnim Klein, Kulturmanagement von A – Z, Verlag dtv /KNO, 2001, ISBN 3-423-05877-3

Ulrich von Holzbaur, Edwin Jettinger, Bernhard Knauss, Ralf Moser, Markus Zeller, Eventmanagement, Veranstaltungen professionell zum Erfolg führen, Verlag Springer Berlin, 2002, ISBN 3-540-42819-4

Links

www.kulturmanagement.net


Zur Literaturdatenbank
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Fachverbände / Gewerkschaften AUMA Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. , Littenstraße 9, 10179 Berlin, Telefon: 030 / 24 00 0-0, Fax: 030 / 24 00 0-263, www.auma.de

Deutscher Bühnenverein, Bundesverband Deutscher Theater, St.-Apern-Straße 17-21, 50667 Köln, Telefon: 0221 / 20812-0, Fax 0221/ 20812-28, www.buehnenverein.de

FAMAB e.V. Fachverband Messe- und Ausstellungsbau, Berliner Str. 26, 33378 Rheda-Wiedenbrück, Telefon: 0 52 42 / 94 54 0, Fax 0 52 42 / 94 54 10, www.famab.de

IDKV Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft e.V. , Lenhartzstr. 15, 20249 Hamburg,
Telefon: 040 / 460 50 28, Fax: 040 / 468 81417 , www.idkv.de

VER.DI, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e. V., Potsdamer Platz 10, 10785 Berlin, Telefon: 030/ 69 56 – 0, Fax: 030 / 69 56 - 31 41, www.verdi.de

VPLT Verband für professionelle Licht und Tontechnik e.V., Walsroder Str. 159, 30853 Langenhagen, Telefon: 0511 / 270 74-74 Fax: 0511 / 270 74-777, www.vplt.org
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